StartseiteSitemapE-MailWeiterempfehlen
 
1. Schöpfer
2. Die Wichtigkeit der Definition von Begriffen
Der Begriff „Din“ für Religion
Der Begriff „Islam“
3. Glaubenslehre
Islamische Glaubenslehre
Die fünf Säulen des Islam
4. Fünf Bedeutungsebenen von Islam
Die lexikalische Bedeutung
„Islam“ als Urreligion
„Islam“ als letzte Offenbarung Gottes an den Propheten Muhammad
Islam als historische und kulturelle Größe
Der „Islam“ als Projektion
5. Der Prophet
Seine Kindheit
Seine Jugendzeit
Sein Berufungserlebnis
Die Hicra nach Medina
5a. Wer war der Prophet Muhammad (saw)?
6. Der Koran
Die beherrschenden Themen in Mekka
Die Hauptthemen in Medina

7. Das Fasten im Ramadan

8.Freitagspredigten - Hutba

 

Zitate aus dem Koran
 
 
 

Newsletter
Ihre E-Mail-Adresse
Aus dem Newsletter austragen

 

Freitagspredigten - Hutba
   
Hutba – Erziehung des Nafs: Selbstbeherrschung
  Freitag 22.April 2011
   
 

„Wohl ergeht es jedoch dem, der sich läutert.“ (Sure A’la, [87:14])

Verehrte Muslime,

in unserer heutigen Hutba möchen wir über die Erziehung des „Nafs“ sprechen. Das Wort Nafs hat mehr als 20 Bedeutungen. Einige davon sind: Geist, Leben, Persönlichkeit, Herz, das Innere, Größe, Schatz und Zorn. Im Koran wird das Wort in unterschiedlicher Weise verwendet. Die Erziehung des Nafs, also Selbstbeherrschung im umfassendsten Sinne, ist unumgänglich, denn ...Seht, der Mensch ist zum Bösen geneigt…”. (Sure Yûsuf, [12:53])  

Verehrte Geschwister,

jene, die ihren Nafs in den Griff zu bekommen versuchen, werden im Koran gelobt. In folgenden Versen heißt es etwa: „Doch wer gläubig zu ihm kommt und Gutes getan hat - diese erreichen die höchsten Rangstufen: Gärten der Wonne, durcheilt von Bächen; ewig sollen sie darin verweilen. Das ist der Lohn der Geläuterten.“ (Sure Tâhâ, [20:75-76]), „Bei der Seele und was sie bildete, und ihr ihre Schlechtigkeit ebenso eingab wie ihre Gottesfurcht: Wohl ergeht es dem, der sie läutert.“ (Sure Schams, [91:9]) „Wohl ergeht es jedoch dem, der sich läutert.“ (Sure A’la, [87:14])

Das Wort „tazakkâ“ in dem Vers bedeutet, sich von Kufr („Unglauben“) und Schirk (Vielgötterei) fernhalten und den Islam annehmen, sich einen guten Charakter (Achlâk) aneignen und Gutes tun. Mit dem Wort Falâh wird die Hoffnung auf Errettung im Jenseits zur Sprache gebracht. Von Aischa (ra) hat uns folgende Überlieferung erreicht: Eines Nachts sah sich Aischa (ra) nach dem Propheten um und merkte, dass er beim Gebet war. Er betete: „O mein Herr, gib meinem Nafs Gottesfurcht (Takwâ) und reinige sie. Denn Du bist der, der sie am besten reinigt. Du bist sein Freund und Beschützter.“ (Ahmad bin Hanbal)

Verehrte Muslime,

um den Nafs zu formen, muss man ihn mit der Wahrheit (Hakîka) beschäftigen. Imam Schafiî sagte: „Beschäftige Dich mit dem Wahrhaftigen, sonst wird Dich das Unwahrhaftige einnehmen.“ Gemäß diesen Worten sollten wir uns mit sinnvollen und dem Willen Allahs entsprechenden Dingen beschäftigen. Wer sich nicht mit diesen Dingen beschäftigt, wird sich nämlich anderen Beschäftigungen zuwenden. Folgendes Beispiel macht es deutlich: Wer seinen Acker pflügt, sät und bewässert, wird auch etwas ernten können. Doch wer sich nicht darum kümmert, wird keinen Nutzen daraus ziehen können; auf dem Acker werden lediglich Gras und Unkraut wachsen. Deshalb sollten wir uns mit allen Kräften daran machen, unseren Nafs durch die Hinwendung zur Wahrheit, durch Ibadât, Duâ und Tafakkur zu erziehen – und zwar so, dass für unnötige und sinnlose Beschäftigungen keine Zeit mehr bleibt. Möge uns Allah zu denen zählen, die ihren Nafs in bester Weise erziehen können.  

IGMG-Irschadabteilung

ZurückNach obenStartseiteE-MailWeiterempfehlen

1989-2011 © Islamische Föderation Bremen | Impressum

 

Startseite